Michael Schäfer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Verbraucherrechte erklärt zur Ankündigung des Vattenfalls, den Wettbewerber Nuon für 8,5 Milliarden Euro zu kaufen:
Für die VerbraucherInn in Berlin ist es eine schlechte Nachricht, dass der Vattenfall-Konzern seinen Konkurrenten Nuon kaufen will. Berlin verlöre mit Nuon den wohl größten Energieanbieter, der von den großen vier Energieversorgern Deutschlands unabhängig ist.
Zehntausende Berliner Nuon-Kunden landen jetzt wieder beim Vattenfallkonzern, dem sie wegen seiner Kohle- und Atompolitik, seiner irreführenden Verbraucherinformation oder wegen seiner überhöhten Preise den Rücken gekehrt hatten.
Verlorenes Vertrauen kann Vattenfall aber nicht zurückkaufen. Dazu müsste der Konzern eine grundlegende Wende weg von Kohle und Atom, hin zu einer umweltverträglichen Energieerzeugung und hin zu fairen Preisen machen. Der Verzicht auf ein neues Kohlekraftwerk in Berlin wäre ein erster wichtiger Schritt.

Die Neubaupläne für ein Kohlekraftwerk in Berlin sind tot. Berlin hat jetzt die Chance, auf erneuerbare Energien, hocheffiziente Gasheizkraftwerke plus Energieeinsparung zu setzen. Als Vorreiter beim Klimaschutz könnte Berlin auch neue Unternehmen für die Stadt gewinnen. Dafür setzte ich mich im Abgeordnetenhaus ein.