Michael Schäfer, stellv. Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Energiepolitik, erklärt zu der von der Grünen Bundestagsfraktion veröffentlichten Studie zur Gaspreisentwicklung in Deutschland:
Die GASAG schmückt sich gerne mit ihren kleinen Preisnachlässen zum Ende der Heizperiode. In zwei Stufen senkte sie die Tarife um zusammen 11 Prozent. Bei korrekter Weitergabe der gesunkenen Energiekosten müssten die Tarife aber um 24 Prozent sinken, andernfalls wird der Durchschnittskunde im Jahresmittel um 160 Euro geprellt. Wir fordern die GASAG auf, ihre Preise schnellstmöglich und spätestens vor Beginn der nächsten Heizperiode entsprechend zu senken. Mit jedem Ölpreisanstieg begründen die Gasversorger neue Preiserhöhungen. Jetzt da der Ölpreis in Folge der Wirtschaftskrise sinkt, geben sie die gesunkenen Rohstoffpreise nur teilweise an die Verbraucher weiter. Das ist unakzeptabel.
Dass die GASAG die Gaspreisstudie kritisiert, ist nicht überraschend. Während die Studie aber auf Basis öffentlich zugänglicher Daten erstellt wurde, argumentiert die GASAG mit internen Daten, die nicht nachprüfbar sind. Wir fordern die GASAG deshalb auf, ihre Preiskalkulation offen zu legen.
Der Wettbewerb auf dem Berliner Gasmarkt hat darunter gelitten, dass der Versorger NUON von Vattenfall aufgekauft wurde, denn Vattenfall ist auch einer der GASAG-Eigentümer. Mehr Wettbewerb auf dem Berliner Gasmarkt würde es den Verbrauchern erleichtern, überhöhten Preisen auszuweichen. Schon heute lohnt sich für viele ein Vergleich der unterschiedlichen Anbieter.

Die Neubaupläne für ein Kohlekraftwerk in Berlin sind tot. Berlin hat jetzt die Chance, auf erneuerbare Energien, hocheffiziente Gasheizkraftwerke plus Energieeinsparung zu setzen. Als Vorreiter beim Klimaschutz könnte Berlin auch neue Unternehmen für die Stadt gewinnen. Dafür setzte ich mich im Abgeordnetenhaus ein.