Michael Schäfer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Energiepolitik, sagt zur Preiserhöhung von Vattenfall:
Es ist eine üble Dreistigkeit, dass Vattenfall die Erneuerbaren Energien für die Strompreiserhöhung verantwortlich macht, die vielmehr durch die Kosten von deren Atomschlampereien verursacht wurde. Grund für die Erhöhung sind nicht die Erneuerbaren Energien, sondern die durch den Stillstand der Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel entstandenen Millionenverluste des Konzerns.
Allein im dritten Quartal dieses Jahres hat deren Ausfall den Konzern 91 Millionen Euro gekostet. Der Betriebsgewinn von Vattenfall Europe sank insgesamt um 17,7 Prozent auf 2,6 Milliarden Kronen (ca. 250 Millionen Euro).
Der Strompreis dürfte eigentlich überhaupt nicht steigen, da es in den letzten 16 Monaten einen rapiden Preisverfall an der Strombörse in Leipzig gab. Die rund 800 Stromanbieter in Deutschland werden ihre Preise im kommenden Jahr weitgehend stabil halten: 22 Senkungen und genauso viele Erhöhungen zum Jahresbeginn sind bis jetzt bekannt – wobei Vattenfall hier mit seiner deutlichen Erhöhung einer der Spitzenreiter ist. Die Kosten für Erneuerbare Energie sind für alle Energieversorger gleich.
Berlinerinnen und Berliner, die nicht für Vattenfalls Atomschlamperei zahlen und ihr Geld tatsächlich in Erneuerbare Energien stecken möchten, sollten Vattenfall kündigen und zu einem Öko-Stromanbieter wechseln: www.atomausstieg-selbermachen.de.

Die Neubaupläne für ein Kohlekraftwerk in Berlin sind tot. Berlin hat jetzt die Chance, auf erneuerbare Energien, hocheffiziente Gasheizkraftwerke plus Energieeinsparung zu setzen. Als Vorreiter beim Klimaschutz könnte Berlin auch neue Unternehmen für die Stadt gewinnen. Dafür setzte ich mich im Abgeordnetenhaus ein.